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Bestattungshaus Eckartsberga
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Bestattung

Grundsätzlich handelt es sich bei Bestattung, und dies gilt für alle Bestattungsarten, um die Entsorgung der menschlichen Überreste.

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Für die Bestattung sind auch die Begriffe: Leichenbegräbnis, Trauerzeremonie oder Begräbnis, Beisetzung sowie Beerdigung bekannt. Die Geschichte der Bestattung ist genauso alt, wie die des Todes selbst.

In den verschiedenen Kulturen gibt es sehr unterschiedliche Bestattungsarten, die historisch betrachtet auch unterschiedliche Entwicklungsverläufe nahmen. Zum einen hängen diese von dem religiösen Hintergrund und den damit zusammenhängenden Vorstellungen von Diesseits und Jenseits, zum anderen jedoch auch von praktischen Gegebenheiten der Umgebung ab. In Gegenden, in den bspw. viel Holz vorhanden ist, dafür die Erde jedoch sehr hart ist und es somit sehr schwierig wird, ein Erdgrab auszuheben, werden Leichen hauptsächlich verbrannt. In Gegenden, die wenig Holz vorweisen, wird  dagegen in der Erde beigesetzt.

Der Tod eines geliebten Menschen ereilt uns auf unterschiedliche Weisen, durch lange Krankheit, plötzlichen Unfalltod oder auch Suizid. Grundsätzlich verbleibt nach dem Eintreffen des Todes nur wenig Reaktionszeit, genau genommen rund zehn Tage, um sich selbst um alle organisatorischen Belange einer Bestattung zu kümmern. Oft sehen sich die Hinterbliebenen in der Situation auch nicht in der Lage, alle Entscheidungen selbst zu treffen, vor allem dann, wenn man sich zu Lebzeiten mit dem Verstorbenen über seine eigenen Wünsche und Vorstellungen nicht ausgetauscht hat.

Bestatter, die sich mit der Thematik tagtäglich auseinandersetzen, können den direkten Hinterbliebenen aus ihrer Lähmung helfen, indem sie kompetent beratend zur Seite stehen und über alle in Frage kommenden Möglichkeiten aufklären.

Trotz des engen Zeitplans sollte man auf keinen Fall in Hektik verfallen. Auf jeden Fall ist genügend Zeit vorhanden, um sich verschiedene Angebote einzuholen und die Kosten zu vergleichen.

Literatur- und Quellenangaben
Arriès, Philippe (1982): Geschichte des Todes, Deutscher Taschenbuch Verlag, München
Sörries, Reiner (2002): Großes Lexikon der Bestattungs- und Friedhofskultur, herausgegeben vom Zentralinstitut für Sepulkralkultur Kassel

Bestatter

Der Bestatter ist der, der sich um alle Angelegenheiten der Bestattung kümmert. Diese Bezeichnung stammt von 'Bestätter' ('Güterbestätter').

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Dahinter verbarg sich die Bezeichnung für Fuhrunternehmer, die nachweislich bis mindestens 1914 in Nürnberg in Gebrauch war.

Bis 2003 war der Beruf des Bestatters nicht eindeutig definiert. Entsprechende Ausbildung und Inhalte fehlten bis dahin vollkommen.

An sich ist dieser Beruf ein ziemlich moderner, der erst seit Mitte des 19 Jahrhunderts gesellschaftlich relevant wurde. Bevor sich der Beruf ausgeprägt hat, verteilten sich die mit der Bestattung zusammenhängenden Aufgaben auf die Familie, die Nachbarn, den Tischler und den Fuhrunternehmer sowie den Totengräber, alles rund um die Beisetzung eines Verstorbenen zu erledigen.
Mit der zunehmenden Verstädterung und der damit zusammenhängenden Anonymisierung fielen die Familiennetze oftmals aus. Die Aufgaben der Bestattung mussten jedoch trotzdem erledigt werden. An die Stelle der Familie, der Nachbarn sowie der Totengräber und Fuhrunternehmer trat der Bestatter, der nun mehr alle mit dem Tod zusammenhängenden Aufgaben nach und nach übernahm.

Unter seine Aufgaben fällt sowohl das Waschen des Leichnams, die Fertigstellung des Sarges, der Transport, als auch die gesamte Organisation der Trauerfeier. Der Beruf des Bestatters ist also als eine gesellschaftlich notwendige Entwicklung zu betrachten.

Heute, in unserer modernen Zeit, in der von jedem uneingeschränkte Flexibilität verlangt wird, werden solche Dienstleistungen umso wichtiger. Moderne Bestatter haben nicht nur mit dem Tod zu tun. Vielmehr rücken wesentliche Inhalte des Berufs, wie die finanzielle Vorsorge, die Beratung über den Ablauf einer Bestattungsfeierlichkeit, überhaupt die wirtschaftliche Beratung zu einer aktuellen Trauerfeier sowie, bei entsprechender Ausbildung, auch die Beratung rund um Erb- sowie Versicherungsangelegenheiten, die es nach dem Tod eines Menschen stets zu erledigen gilt, in den Vordergrund. Der heutige Bestatter ist folglich ein Dienstleister rund um das Thema Tod und Bestattung.

Literatur- und Quellenangaben
Sörries, Reiner (2002): Großes Lexikon der Bestattungs- und Friedhofskultur, herausgegeben vom Zentralinstitut für Sepulkralkultur Kassel

Erinnerungsstücke - Totenmaske und Co.

Die Totenmaske ist bereits seit der Antike bekannt. Die wohl bekannteste Totenmaske ist die des Tutanchamun.

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Die aufwendig gestalteten Masken bildeten zum einen den Verstorbenen ab, zum anderen sollten sie ihn, indem sie sein Gesicht abdeckten, schützen. Man glaubte, gelingt es das Gesicht des Toten ohne Verletzungen zu erhalten, wird seine Seele im Jenseits seinen Körper wieder finden. Im Mittelalter diente sie bspw. „…zur Ausstattung ‚lebensechter’ Schaupuppen, die im höfischen Bestattungszeremoniell den verstorbenen Herrscher repräsentierten.“ (Sörries 2002:334).

Im 19. Jahrhundert erkannte man sogar die Bedeutung der Totenmaske für die Kunst. Sie wurde vielen berühmten Menschen abgenommen und teilweise verschönert, um bspw. eingefallene Wangen zu kaschieren.

Bei der Totenmaske, die wir anbieten, handelt es sich um ein Abbild des Verstorbenen, welcher künstlerisch nicht verändert wird. Je nach gewünschter Haltbarkeit ist die Totenmaske in verschiedenen Materialien erhältlich, in Gips, Bronze oder auch Edelmetallen. Arbeitsspuren am Gesicht des Toten braucht man dabei nicht zu befürchten. Ein besonderes Verfahren gewährleistet eine sanfte Entfernung der Abformung.

Darüber hinaus bieten wir wahlweise einen Fingerabdruck an, der bspw. zu einem Schmuckanhänger verarbeitet werden kann.

Vor allem dann, wenn die Hinterbliebenen es nicht schaffen, sich vom Verstorbenen am offenen Sarg zu verabschieden oder für einen Abschied einfach mehr Zeit beanspruchen, als dies die gesetzlichen Vorschriften überhaupt ermöglichen, erweisen sich diese Erinnerungsstücke als wichtige Trauerhelfer. Denken Sie darüber nach, wenn Sie sich ein letztes, dauerhaftes sowie sensorisch begreifbares Abbild eines Verstorbenen erhalten mögen.  

Symbolik

Zünfte entwickelten für ihre Mitglieder spezifische Rituale und Symbole, die weit bis ins 19. Jahrhundert hinein Bestattung und Trauer beeinflussten.

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So stellt z.B. die Rede am offenen Grab ein Phänomen, das im 19. Jahrhundert zu voller Blüte gelangte, dar.

Früher war es üblich, die Särge der Verstorbenen, mit bestimmten Symbolen zu versehen. Zu den alten, bekannten Elementen der Trauersymbolik gehört das Kreuz. Kelche und Motive der Pflanzenwelt schließen sich dem an. Überhaupt gelten Blumen als typische Zeichen der Anteilnahme und dadurch der Trauerschmuck schlechthin. Traditionell gehören zu den symbolischen Pflanzen vor allem Palmen, Lorbeer oder auch Rosen sowie verschiedene Arten von Immergrün, wie der Efeu. All diese traditionellen Symbole besitzen ihre eigene Bedeutung.

So symbolisiert ein gebrochener Weizenhalm Wachstum und Tod. Die Abbildung von Ähren ist, nach dem Johannesevangelium, als Symbol des neuen Lebens, zu betrachten. "Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht." (Joh. 12,24). Gerne wird es als Symbol der Naturverbundenheit des Verstorbenen verwendet, zumal es einen naturgesetzmäßigen Übergang vom Leben zum Tod verkörpert. In seiner negativen Bewertung gilt das Symbol als Ausdruck tiefer Trauer sowie Hoffnungslosigkeit. Die Darstellung gebrochener Halme wird als Zeichen für das Sterben angewandt, denn ein geknickter Halm bringt kein neues Saatgut hervor, somit wird der Tod ohne Hoffnung auf das Leben betrachtet. Des Weitern ist es ein Zeichen für ein allzu früh beendet empfundenes Leben.

Auch die Rose wird als ein christliches Symbol angewendet. Christlich interpretiert steht sie vor allem für die Dornenkrone, für das Blut und die Wunden Christi. Im weitesten Sinne weist sie auf die Auferstehung hin und bringt die unsterbliche Liebe Gottes sowie der Hinterbliebenen zum Ausdruck. Die gebrochene Rose visualisiert die Trauer der Angehörigen. Metaphorisch steht sie für das plötzliche Ableben eines Menschen, der in der Blüte seiner Jahre gehen musste.

Lorbeer und Palmzweig visualisieren, noch zwingender als Weizenhalm und Rose, die christliche Auferstehungsbotschaft. Der Lorbeer ist seit der Antike das Symbol des Triumphes (in Darstellung mit Kreuz weist es auf Christi Sieg über den Tod hin). Der Palmzweig ist mit dem Einzug Jesu in Jerusalem verbunden. Er wird mit dem Osterereignis assoziiert und bringt den Auferstehungsglauben (in christlicher Kunst werden Märtyrer im Himmel stets mit Palmzweigen dargestellt) zum Ausdruck.

Es bieten sich verschiedene Variationen des Kelchmotivs. Allein oder mit Oblate oder Christusmonogramm ist dies ein häufiges Element von Abendmahlsdarstellungen (wie auch die betenden Hände Dürers oder verschiedene Engelsdarstellungen, wobei sich die vor allem in Zusammenhang mit dem Tod eines Kindes durchgesetzt haben. In der Bibel finden sich dazu folgende Stellen: Ps 91,11 und Mt 18,10).

Literatur- und Quellenangaben
Fischer, Norbert (2001): Zur Geschichte der Trauerkultur in der Neuzeit…., in: Herzog, Markwart (Hrsg.): Totengedenken und Trauerkultur: Geschichte und Zukunft des Umgangs mit Verstorbenen, Stuttgart, Kohlhammer
Sörries, Reiner (2002): Großes Lexikon der Bestattungs- und Friedhofskultur, herausgegeben vom Zentralinstitut für Sepulkralkultur Kassel

Totenbrett

Totenbretter, das sich körperlange, schmale Bretter, die sowohl regional als auch funktional unterschieden werden können.

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Bekannt sind sie auch unter anderen Benennungen: bspw. altertümlich, Rebrett bzw. Rechbrett, Leichenbrett oder auch Totenlade.

Bahr- oder Bestattungsbrett

Damit wird ein Leichnam aufgebahrt oder ins Grab gelegt. Man nutzte diese Technik, damit der Tote nicht auf dem Erdreich zu liegen kam. Teilweise wurden Bretter auf die Verstorbenen gelegt, damit sie das Gesicht und den Körper des Toten beim Zuschütten des Grabes zu schützen.

Transportbrett

Totenbretter wurden als Transportbrett bezeichnet, wenn sie explizit zum Totentransport verwendet wurden. Grundsätzlich konnte das Transportbrett individuell oder auch kollektiv benutzt werden. In den meisten Fällen fand eine Wiederverwendung statt. Der Tote wurde vom Transportbrett direkt ins Grab gerutscht, daher aus der Ausdruck "Brettlrutschen" für Sterben. Bretter die nur ein einziges mal genutzt wurden fanden eine andere Weiterverwendung. Sie wurden u.a. auch zum Wegebau genutzt.

Verkünd- oder Zeigebrett

Das Verkünd- oder Zeigebrett wurde am Eingang zum Haus aufgestellt, um einen Todesfall anzuzeigen und diente somit als Bekanntmachung. Aus diesem Brauch entwickelte sich vermutlich auch das Gedenkbrett, welches vor allem im Süden Deutschlands¹ bekannt wurde. Insbesondere diese Bretter wurden häufig reich, mit Text, Bild und/oder Symbol, geschmückt.

¹ Bayerischer Wald, einzelne Gebiete Oberbayerns und Oberösterreichs

Literatur- und Quellenangaben
Sörries, Reiner (2002): Großes Lexikon der Bestattungs- und Friedhofskultur, herausgegeben vom Zentralinstitut für Sepulkralkultur Kassel